Eingang Museum Judenplatz
© Jüdisches Museum Wien

Museum Judenplatz, 29. November 2010

NEUERöFFNUNG MUSEUM JUDENPLATZ


Wiens mittelalterliche Judenstadt zählte zu den größten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden in Europa. Hier lehrten und wirkten berühmte Rabbiner und machten die Stadt zu einem Zentrum jüdischen Wissens. All das hat 1420/21 durch die Vertreibung und Ermordung der Wiener Juden ein abruptes Ende gefunden.

Die 1995 unter dem Judenplatz ausgegrabenen Überreste der damals zerstörten Synagoge geben Zeugnis vom mittelalterlichen Gemeindeleben und dessen Vernichtung. Im Jahr 2000 wurde das Museum Judenplatz als zweiter Standort des Jüdischen Museums Wien eröffnet und auf dem Judenplatz das Mahnmal von Rachel Whiteread für die Opfer der Schoa enthüllt.

Neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse und auch technische Probleme bei der alten Präsentation machten die Erarbeitung einer Neupräsentation unbedingt erforderlich. Zusätzlich wurde auch die bauliche Substanz überholt. Das Architektenteam Jabornegg & Palffy, das auch seinerzeit für die Gestaltung des Museum Judenplatz verantwortlich zeichnete, sorgte auch diesmal für die Gestaltung der neuen Präsentation. Die alten interaktiven Präsentationsmodule wurden ersetzt durch neue Animationen, die von "7reasons" gestaltet wurden. Chefkuratorin FelicitiasHeimann-Jelinek und der Kurators des Museum Judenplatz Gerhard Milchram waren für die inhaltliche Präsentation verantwortlich. Zahlreiche Leihgaben aus ganz Österreich, aber auch archäologische Fundstücke aus dem WienMuseum ergänzen die neue ständige Ausstellung, die einen anschaulichen Überblick über das jüdische Leben im Mittelalter ermöglichen soll.

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Eingang zum Museum Judenplatz

© Jüdisches Museum Wien

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Modell der Wiener Judenstadt

© Jüdisches Museum Wien

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Neue Dauerausstellung, Detail

Wulz (© Jüdisches Museum Wien)

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Neue Dauerausstellung, Detail

Wulz (© Jüdisches Museum Wien)

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Gang zur Synagogen-Ausgrabung

Wulf (© Jüdisches Museum Wien)

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Die Reste der mittelalterlichen Synagoge

Wulz (© Jüdisches Museum Wien)