Jüdisches Museum Frankfurt, 22. Oktober 2020, 19:00, Ausstellungseröffnung:

Die weibliche Seite Gottes
Das Jüdisches Museum Frankfurt eröffnet seine erste Wechselausstellung


Im Rahmen der Neueröffnung zeigt das Jüdische Museum Frankfurt seine erste Wechselausstellung "Die weibliche Seite Gottes" in den nahezu 650 Quadratmetern umfassenden neuen Räumen des Lichtbaus. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung und Erweiterung der gleichnamigen Ausstellung, die 2017 im Jüdischen Museum Hohenems zu sehen war.

Die Frankfurter Version dieser Ausstellung rückt die Visualität des Themas in den Vordergrund und verbindet die kulturhistorischen Spuren von weiblichen Elementen in den Gottesvorstellungen der drei monotheistischen Religionen mit Darstellungen in der Bildenden Kunst. Sie schlägt damit einen bislang noch nicht unternommenen, kulturgeschichtlichen Bogen von antiken archäologischen Figurinen über mittelalterliche hebräische Bibelillustrationen, Madonnenbildern der Renaissance bis hin zu Interpretationen renommierter zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler.
Den Ausgangspunkt der Ausstellung Die weibliche Seite Gottes bilden archäologische Artefakte aus dem antiken Israel, in denen weibliche Gottheitsvorstellungen und die ihnen zugeschriebenen Kräfte, Eigenschaften und Wünsche zum Ausdruck kommen.
Die Ausstellung präsentiert archäologische Funde, religiöse Zeugnisse und Schriften, Werke der Bildenden Kunst sowie zeremonielle Gegenstände und Textilien aus drei Jahrtausenden, die einen kulturgeschichtlichen Zusammenhang aufweisen. Sie setzt die zeitgenössischen Kunstwerke als Kommentar wie auch eine persönliche Form der Reflexion über diesen Zusammenhang in Szene.

In einem historischen Exkurs legt die Ausstellung dar, dass nach heutigem Forschungsstand Frauen in den religiösen Praktiken der Spätantike, des Mittelalters und der Neuzeit eine aktive Rolle einnahmen. Dies verdeutlicht etwa der Grabstein einer Synagogenvorsteherin aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert oder eine der ältesten bekannten Esther-Rollen aus dem Jahr 1564, die von einer Frau geschrieben wurde. Auch Hildegard von Bingen, eine charismatische Universalgelehrte des 12. Jahrhunderts, begründete mit ihren Visionen und ihrer asketischen Lebensart eine eigene Glaubenslehre. Im 20. Jahrhundert setzte sich die Frauenrechtlerin Bertha Pappenheim für eine Reform des orthodoxen Gottesdienstes ein und verfasste eigene Gebete. Wenig später wurde mit Regina Jonas die weltweit erste Rabbinerin in Offenbach am Main ordiniert.

Kuratorinnen: Felicitas Heimann-Jelinek und Michaela Feurstein-Prasser, xhibit.at, Wien, in Zusammenarbeit mit Eva Atlan und Mirjam Wenzel, Jüdisches Museum Frankfurt
Ausstellungsarchitektur: Architekt Martin Kohlbauer, Wien
Grafische Gestaltung: formfellows, Frankfurt
Vermittlung: Kathrin Schön und Fenja Fröhberg, Jüdisches Museum Frankfurt

Zur Ausstellung erscheint ein deutsch-englischer Begleitband „Die weibliche Seite Gottes. Kunst und Ritual / The Female Side of God. Art and Ritual”, (Hrsg. Eva Atlan, Michaela Feurstein-Prasser, Felicitas Heimann-Jelinek, Mirjam Wenzel), der im Kerber-Verlag erscheint und von der Georg und Franziska von Speyer’schen Hochschulstiftung gefördert wird.

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Prolog/Epilog

Foto: Norbert Miguletz @Jüdisches Museum Frankfurt

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Bereich: Göttinnen im Alten Israel mit einem Film von Nina Paley

Foto: Norbert Miguletz @Jüdisches Museum Frankfurt

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Bereich: Frau Weisheit und Gottes Gegenwart, im Hintergrund "Schechina" von Anselm Kiefer

Foto: Norbert Miguletz @Jüdisches Museum Frankfurt

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Blick in die Ausstellung

Foto: Norbert Miguletz @Jüdisches Museum Frankfurt

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Bereich: "Gottesmütter", mit der Viègre Ouvrante aus den Pyrenäen

Foto: Norbert Miguletz @Jüdisches Museum Frankfurt

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Der Vermmittlungsraum, speziell zur Ausstellung "Die weibliche Seite Gottes" entwickelt

Foto: Norbert Miguletz @Jüdisches Museum Frankfurt

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Blick in den Vermittlungsraum

Foto: Norbert Miguletz @Jüdisches Museum Frankfurt

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Glücklich nach vollbrachter Arbeit!

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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Direktorin Mirjma Wenzel

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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Felicitas Heimann-Jelinek erklärt das Ausstellunskonzept

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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Michaela Feurstein-Prasser gibt einen Überblick über die Themen der Ausstellung

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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Eröffnung in Corona-Zeiten

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums Hohenems

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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Eva Atlan (links), Kokuratorin der Ausstellung

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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Antike Göttinnen-Figurinen

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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Vexierbild nach Guido Reni

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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R. B. Kitaj, Kabbalist and Shekhina, 2003

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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Jacqueline Nicholls, Maternal Torah

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt

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Joy Denalane singt anlässlich der Eröffnung

Foto: Salome Roessler@Jüdisches Museum Frankfurt


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