Jüdisches Museum Hohenems, 21. Mai 2014, 19:30

VORTRAG ERIK PETRY (BASEL)
"DIESER GRENZPFAHL-PARIOTISMUS ERHIELT (...) EINEN STOß - ODER WARUM DIE JUDEN DIE EINZIGEN EUROPäER SIND


Keine Grenzpfähle, alle einig? War dies die Idee für das Judentum in der europäischen Juli-Revolution 1830? Gibt es also ein „Europäisches Zeitalter der Juden“? Oder bleibt die Analyse bei einem „Handbuch zur Geschichte der Juden in Europa“ stehen? Muss man gar vom 20. Jahrhundert als dem „Jüdischen Jahrhundert“ reden? Schaut man auf das Selbstverständnis Europas im 19. Jahrhundert, scheint es nur eine radikale Antwort darauf zu geben: Das 19. Jahrhundert war das „Jüdische Jahrhundert“ und die Juden die einzigen Europäer. Der Vortrag unternimmt eine Reise durch das 19. Jahrhundert zur Erkundung dieser These.

Erik Petry absolvierte sein Studium als Historiker an der Universität Göttingen. Seit 1998 unterrichtet er jüdische Geschichte besonders des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Basel, wo er auch der stellvertretende Leiter des Zentrums für Jüdische Studien ist.